Ich bin noch da!

Es ist zwar ruhig auf meiner Seite, aber ich bin noch da!

In den letzten Wochen beschäftigte ich mich intensiv mit lernen und schreiben. Außerdem kam, der Journalistenschule sei Dank, eine neue hauptberufliche Tätigkeit dazu. Ich darf nun in einer echten Online-Kommunikationsabteilung arbeiten. 🙂 Allein bis hierher hat sich die Ausbildung an der Freien Journalistenschule schon gelohnt. Was ich in den letzen Wochen gelernt habe  und wie viele Dinge aus den Lernmaterialien nun endlich einen echten Sinn ergeben…

Vermutlich schaue ich noch durch die rosa Brille, doch befinde ich mich aktuell wohl in meinem Traumjob. So kann es gern bleiben!

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Vegetarier brauchen Schnitzel

Jeder Vegetarier isst Wurst! Auch wenn es absurd ist. Schaut man sich in den letzten Wochen und Monaten einmal genauer im Supermarkt um, erkennt man es deutlich: Auch bei denen, die das Fleisch meiden geht es letztlich um die Wurst. Vegetarische Schinkenspicker, die ein Paradoxon sein müssten, findet man seit einiger Zeit im Kühlregal. In allen Varianten, die auch der Fleischliebhaber kennt. Mit Bärlauch, mit Kräutern oder als Mortadella. Da drängt sich einem schnell die Frage auf warum man Wurst braucht, wenn man doch eigentlich keine essen möchte?

Eine klare Antwort könnte lauten: weil es schmeckt!

Wir essen mit vielen Sinnen gleichzeitig. Der Geruch, der Geschmack, das Aussehen und die Haptik, alles trägt zu unserem Genuss bei. Wenn wir uns vorstellen, ein frisches Stück Rind in die heiße Pfanne zu legen, um es dann scharf von beiden Seiten anzubraten, läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Nach einer ordentlichen Wanderung ein leckeres Schnitzel essen, Pommes Schranke dazu und ein kühles Bier, darunter können wir uns etwas vorstellen.

Man nehme nun einmal an, dass die Industrie den vegetarischen Ersatzprodukten auch Ersatznahmen gegeben hätte und dann formuliere man neu: „Wenn wir uns vorstellen, ein frisches Stück Sojabohnenextraktzubereitung in die heiße Pfanne zu legen,…“, oder hier noch ein Beispiel: „nach einer ordentlichen Wanderung ein leckeres Formstück aus Weizenproteinen, Pommes Schranke und ein kühles Bier…“

Na, wie sieht es da mit der Lust aus? Keine vorhanden? Seltsam!

Also: natürlich benennen Vegetarier die Produkte nach ihren Originalen aus der Fleischwelt. Und wir alle sollten dankbar dafür sein. Es geht hier einzig darum die eigenen Sinne zu stimulieren. Das Schnitzel lockt, egal woraus es ist. Und es schmeckt zu Pommes oder zum Spargel. Es ist nicht verwerflich eine Tofuwurst zu essen; der Name Wurst indiziert doch nicht den Fleischgehalt! Oder wer denkt bei einer kleinen Dreckwurst an Fleisch? Wie sieht es mit der Knetwurst aus? Oder mit der Kackwurst? Alles Würste! Doch keiner regt sich darüber auf, dass diese so heißen.

Warum nicht? Es ist einfach egal wie die Dinge heißen!

Der Verzicht auf Fleisch und Wurst war lange Zeit sehr teuer und umständlich. Ersatzprodukte, die essbar waren bekam man nur im Reformhaus. Seit die Wirtschaft diesen Markt entdeckt hat und sich den Wünschen der Kunden anpasst, passiert einiges. Es gibt kaum noch etwas, das man nicht als vegetarische Alternative bekommt. Durchprobieren muss man sich aber bei allen Produkten, ob tierisch oder tierfrei. Und dann ist vegetarische Kost auch noch kein Garant für gutes Essen. Man muss viele vegetarische Frösche essen um sein Produkt zu finden. Hat man es dann, ist der Verzicht auf Fleisch simpel und lecker.

Ein kleiner Hinweis zum Schluss: nur weil etwas vegetarisch ist, ist es nicht frei von Kalorien. Auch fleischfrei braucht man sein Maß. Das Gefühl satt zu sein, ist hier sein guter Indikator.

Warum AD(H)S etwas Gutes ist oder: Aufmerksamkeit ist wenn man…oh eine Banane!

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Klingt erst einmal wie eine furchtbare Krankheit. Ich behaupte: alles halb so wild. Man muss es nur zu nutzen wissen. Den Selbstversuch starte ich gerade und die komplette Welt des Internets kann mitlesen.

So sie denn will.

Mir war bereits in der Schule häufig langweilig, weil mich die Lehrer nicht so recht zu nehmen wussten. Heute würde man das wohl anders machen. Damals habe ich gestört, wurde aus dem Raum verwiesen und habe dann erst recht Blödsinn gemacht. Im Jetzt würden Pädagogen sicher nach dem Grund des Ganzen fragen.

Warum kann sich jemand nicht lange auf eine Sache konzentrieren?

In meinem Fall ist das recht einfach. Ich finde viele Dinge sehr spannend. Ich kann mich sehr schnell für etwas begeistern. Ist mein Interesse erst geweckt, dann lese ich mich ein, schaue Videos auf YouTube, höre mich um.

Ich will alles über alles wissen.

Ein Golfkurs, eine Drohne, ein neues Moped, die richtige Haarschneidemaschine, ein neues Körbchen für den Hund. Ach und noch einen Mixer, einen guten natürlich. Gut, da haben wir also eine kleine Liste an Dingen, die für mich spannend sind. Und alles wird, das ist die Krux, nacheinander beackert.

Seltsam, nicht wahr?

Am Ende der Geschichte habe ich mir vermutlich all die Sachen angeschafft. Ich kann aber auch behaupten über all das bestens informiert zu sein. Dann weiß ich, wie man einen grünen Smoothie macht, kenne die Regeln des Golf Spiels, habe wenig Geld für den besten Haarschneider ausgegeben, und warte mit dem Kauf eines Mopeds, bis ich mir auch das besorgen kann, was ich wirklich will. Verrückt! Sagten doch die Lehrer, dass ich mich nicht konzentrieren könnte, dass ich gar dumm sein könnte. Vermutlich war mir nur langweilig. Heute weiß ich das besser. Heute nutze ich es.

Und wie?

Ich werde Journalist und verbinde das Angenehme mit dem Nützlichen. Wie das geht? Ich kann mich den ganzen Tag mit Themen beschäftigen, die mich interessieren, kann mich verlieren in einer Recherche. Ich kann so tief in der Materie rumstochern, wie ich das will. Und am Ende kann ich darüber schreiben. Wäre doch zu schön wenn jemand lesen könnte was ich erlebe. Wenn ich damit andere begeistern kann, dann haben wir alle etwas davon.

Ach, um auch noch ein bisschen Realismus zu verbreiten: das mit der Aufmerksamkeit ist nicht immer gut. Manchmal will man nur ein Glas aus der Küche holen und dann hat man sie geputzt… Moment, das ist doch sinnvoll!

Im Zweitakt nach Frankreich…aller Anfang ist: eine Idee

Entschleunigung auf Ostdeutsch

Die verrückte Idee, über 1000 Kilometer mit einem Moped abzuspulen, kam ziemlich spontan. Dicht gefolgt von der Einsicht: es ist nicht nur verrückt, es ist bescheuert! Vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich bei dem Gefährt um eines aus den späten Siebzigern oder frühen Achtzigern handelt, das aus der DDR kommt und das in der Spitze 60 Km/h schafft.

Bescheuert ist so herrlich unreif, also los!

Ein Ziel vor Augen und schon wird geplant. Zur Lavendelblüte nach Frankreich. Meine Freundin ist sofort begeistert. Wir starten mit der Suche nach einer oder zwei Simson. Wir graben uns durch die Kaufberatungen und schreiben unsere Anforderungen zusammen. Da folgt schon der erste Dämpfer – die Böcke sind heiß begehrt und mittlerweile echt teuer! Wenn man dann auch noch zwei Schwalben will…

Es soll nun zumindest eine werden, beschließen wir. Das zweite Fahrzeug darf dann auch eine S50 oder S51 sein. 4 Gänge brauchen wir, damit wir auch die Alpen sauber passieren können. Die Optik ist auf den zweiten Rang verbannt worden. Zu erst zählt die Technik. Das Aussehen ist dann wie Sahne auf Kuchen – braucht man nicht, ist aber lecker.

Was mit so einer Simson alles machen kann: Youtube is voll davon und im WEB gibt es genug Tourgeschichten.

Da machen wir mit!

P. S.: Wir sind mit dem Projekt noch ganz am Anfang. Erst brauchen wir die Mopeds, dann kann es weiter gehen. Wer also wen kennt, der wen kennt, dessen Oma einen Onkel hat, von dem die Tante noch einen Sohn hat, dessen Freundin eine Simson rumstehen hat, der soll sich gerne melden!